Schützenfest 2015

Dienstag:

Wie in jedem Jahr startete die Schützenfest-Woche am Dienstag-Abend an der Vogelstange mit dem traditionellen 'Kugelfang aufhängen'. Zahlreiche Schützenbrüder trafen sich um den Festplatz herzurichten und natürlich um den Kugelfang aufzuhängen. Schütze Julian Berner ließ es sich dabei nicht nehmen die Vogelstange auf ganzer Länge aufzupolieren, während der 1. Vorsitzende zusammen mit Schütze Kai Sosna dem Kugelfang einen neuen Anstrich verpassten. Nach getaner Arbeit konnte der Abend in gemütlicher Atmosphäre ausklingen.

 

Mittwoch:

Am Mittwoch-Abend trafen sich 70 Schützen um traditionsgemäß den Vogel vom Vogelbauer Bernard Laubrock abzuholen. Bei angenehmen Temperaturen verbrachte man einige fröhliche Stunden bei Grillwurst und Kaltgetränk auf dem Hof Hubert Bertels, während der 1. Vorsitzende Ludger Gorke seines Amtes waltete und den Vogel abholte. Dieser wurde im Anschluss dann gemeinsam ins Vereinslokal Landgasthof Arning verbracht. Dort wie auch im Festzelt, wo die Jugend das Tal beben ließ, wurde bis tief in die Nacht weitergefeiert.

 

Donnerstag:

Pünktlich um 10:00 Uhr trafen sich zahlreiche Helfer um die Wimpelketten im Stevertal aufzuhängen und die Fahnenmasten aufzustellen. Als gegen 11:15 Uhr dann der Schriftführer Sascha Fliß geweckt werden konnte, der die Wimpelketten verwahrt hatte, konnte die Arbeit endlich beginnen. Nun strahlt das Stevertal in grün-weißem Glanz und die Festtage können beginnen...

 

Um 16:00 Uhr startete das allererste Nesselkaiserschießen des Schützenvereins "Gemütlichkeit" Stevern. Zum 55-jährigen Bestehen dieses traditionsreichen und wertvollen Teil des Schützenfestes hatte man im Vorfeld sämtliche Nesselkönige der Vergangenheit eingeladen um an diesem Schießen teilzunehmen. Mehr als die Hälfte folgte diesem Ruf und gegen halb fünf begann der Wettstreit um den begehrten Titel. Eine fast 10 Meter Schlange bildete sich an der Vogelstange, denn fast 20 ehemalige Nesselkönige schossen im Wechsel auf den Vogel und bereits nach dem 124. Schuss stand der Sieger des Jubiläumsschießens fest: Offizier Ralf Krevert - Nesselkönig 1997 - holte die letzten Reste des zerfledderten Vogels von der Stange und wurde frenetisch von den 254 Schützenbrüdern und Gästen gefeiert! Zu seiner Kaiserin erkor er seine Freundin Andrea Middendorf. In einer feierlichen Proklamation bekam er die extra erstellte Nesselkaiserkette überreicht.

 


 

Im Anschluss an das gelungene Nesselkaiserschießen wurde der Nesselkönig 2015 ermittelt. Wiederum versammelten sich zahlreiche Schützen an der Vogelstange um die Königswürde zu erlangen. Im Wechsel feuerten die Schützen auf den Vogel und zum Schluss stieg die Spannung, denn ein jeder hätte der neue König werden können. Die Gäste und Schützenbrüder versammelten sich schlussendlich um die Vogelstange und beim 194. Schuss konnte die Menge endlich jubeln: Johannes Gorke hatte den Finger am Abzug und wurde so der neue Nesselkönig 2015 der 'Gemütlichkeit'. Zu seiner Königin erkor er Daniela Schnieder. Im Anschluss zog die Gesellschaft zum Festzelt wo nach tollem Fahnenschlag von Fähnrich Sebastian Mersmann bis spät in die Nacht gefeiert wurde.

 


 

Freitag:

Gegen 16:00 Uhr machten sich 20 Schützenbrüder und angehende Schützen daran, das notwendige Grün für das Schützenfest zu besorgen. Wie immer fehlte ein wenig, sodass um 19:30 Uhr noch einmal ein Trupp mit dem steveraner Bürgerbus in die Baumberge starten musste zum traditionellen Grün holen. In gemütlicher Atmosphäre genossen die Schützenbrüder das schöne Wetter und den Blick über das Stevertal. Bei Grillwurst und Kaltgetränken stimmte man sich so auf die anstehenden Festtage ein.

 

Samstag:

Zahlreiche Schützenbrüder und -schwestern sowie der Nachwuchs halfen ab 14:00 Uhr dabei, das Festzelt und die Vogelstange für die bevorstehenden Festivitäten herzurichten. Das Grün wurde angebracht, Rosen daran befestigt, Fahnen und Banner aufgehängt und der rote Teppich ausgerollt... Das Schützenfest kann beginnen!

 

König Walter mit seiner Königin Marie-Theres sowie Silberkönig Hubert Gorke mit seiner Partnerin Francis feierten am Samstag-Abend ihr Fest. ...und was für ein Fest! Das Festzelt platzte aus allen Nähten und die Gäste von Nah und Fern drängten sich um die Theke und um die Musikgruppe Splash. Nachdem der 1. Vorsitzende Ludger Gorke die zahlreich erschienenen Gäste begrüßt hatte, eröffneten die Majestäten den Abend mit dem klassischen Eröffnungstanz. Danach gab es für die Gäste kein Halten mehr und die Tanzfläche wurde bis spät in die Nacht belagert! Gute Stimmung bei den Gästen und den Gastgebern sorgten für einen fantastischen Abend, an den man sich noch sehr lange erinnern wird!

 

Sonntag:

Etliche Schützenbrüder fanden sich am Sonntag-Mittag zum Frühschoppen der Theke ein und übten schon einmal das Gleichschritt-Laufen. Erst gegen 13:00 Uhr füllte es sich langsam im und vorm Festzelt, bis dann schlussendlich 96 Schützenbrüder sowie schwarzer Vorstand, der Vogel und zwei Fanfarenzüge am Strande der Stever zum Abmarsch bereit standen. Leutnant Thomas Wallkötter ließ schon einmal durchzählen und kam auf stolze 163,5 Schützen als Hauptmann Bernard Brinkmann das Kommando übernahm. Dieser ernannte Dirk Rönnebäumer zum Leiterbeauftragten, der dafür Sorge zu tragen hatte, dass auch kleinere Schützen am vergrößerten Schießstand an die Waffe kommen konnten. Zu diesem Zweck überreichte Der Hauptmann Dirk als Erhöhungswerkzeug eine Cola-Kiste. Weiterhin wurde Christian Englisch für seine wertvollen Dienste in den vergangenen Tagen geehrt.
Sodann setzte sich der Schützenzug in Bewegung in Richtung Hof Eilmann, wo die Fahne eingegliedert wurde. Dort nutzten die Schützen Hubert Bertels, Helmut Weßels und Norbert Mersmann die Gelegenheit und kredenzten dem kompletten Zug einen kleinen Umtrunk. Vom Hof Eilmann ging es dann weiter zur Schmiede Rönnebäumer. Bevor jedoch die Königskutsche in den Zug eingegliedert wurde ließ Major Hubert Brinkmann den Schützen und ehemaligen Offizier Marko Hidding vortreten um ihn zu seinem 39. Geburtstag zu gratulieren. Dann rollte auch schon die Kutsche mit dem noch amtierenden König Walter Till, dem Vorjahreskönig Michael Gorke, dem Silberkönig Hubert Gorke und dem Jubelkönig von vor 40 Jahren Paul Bertels vor und gemeinsam ging es zum Ehrenmal, wo der 1. Vorsitzende Ludger Gorke in einer wieder einmal sehr bewegenden Rede den Lebenden und Verstorbenen des Schützenvereins und deren Familien gedachte. Anschließend marschierte man zur Vogelstange und bereits wenige Augenblicke später begann das Schießen um die Königswürde 2015.

 

Schnell stellte sich heraus, wer denn Ambitionen hatte, diesen Titel zu erwirken. Georg Budde, Stefan Gorke und Geburtstagskind Marko Hidding schossen im Wechsel. Das spannende Schießen dauerte denn auch nicht lange, denn nachdem einmal die Insignien vom Vogel geschossen waren, war dieser schon ziemlich lädiert. Die Mitlieder des Schützenvereins und zahlreiche Gäste versammelten sich ein weiteres Mal in diesem Jahr um die Vogelstange um dem spannenden Schießen beizuwohnen. In den letzten 10 Minuten wackelte und erzitterte der Piepmatz bei jedem Schuss, doch erst der 109. Schuss brachte die Erlösung für den armen Vogel. Marko Hidding tätigte den Abzug und wurde so bereits um 16:10 Uhr neuer König der ‚Gemütlichkeit‘. Zu seiner Königin erkor er seine bezaubernde Frau Marion. Bei der anschließenden Proklamation wurde dem neuen König ein Ständchen gebracht, aber auch dem Vizekönig Stefan und dem drittplazierten Georg wurde gedacht. Nach dem hervorragenden Fahnenschlag von Fähnrich Sebastian Mersmann und Interims-Fähnrich Norbert Frye-Welp hieß es dann wie in jedem Jahr: Weggetreten und Fertigmachen zum Königsball!

 


 

Von weitem sah es so aus, als ob ein weiterer langer und bunter Schützenzug durch das Stevertal zöge, doch es war nur die lange Schlange vor dem Festzelt, die sich bereits um kurz vor 20:00 Uhr bildete. Zahlreiche Gäste von nah und fern, die Nachbarvereine aus Nottuln und Schapdetten, die Baumberger Nachbarschaft, Vereinswirt Arno Arning mitsamt Mannschaft sowie die Schützen selber sorgten für ein volles Haus am Sonntag-Abend. Nach dem feierlichen Einzug der Majestäten Paul und Inge Bertels, Königspaar von vor 40 Jahren, Silberkönig Hubert Gorke mit seiner Partnerin Francis, dem Vorjahreskönigspaar Walter und Marie-Theres und zum krönenden Schluss dem amtierenden Königspaar Marko und Marion hieß der 1. Vorsitzende Ludger Gorke den gesamten Festsaal mit den Worten „Das Tal bebt nach!“ willkommen. Die Musikgruppe „Modus“ löste die Gruppe „Splash“ vom Vorabend ab und rockte das Zelt bis spät in die Nacht. Viel wurde getrunken, gelacht und gefeiert und oft wurde das Königspaar hochgelebt. Ein fantastischer Königsball für ein fantastisches Königspaar.

 

Montag:

Montag-Morgen begann der letzte Schützenfesttag mit dem gemeinsamen Festgottesdienst auf dem Festzelt. Kaplan Kathmann hielt die Messe und freute sich, im Stevertal zu sein. Anschließend gab es das gemeinsame Frühstück, bei der 1. Vorsitzende Ludger Gorke dann auch die anwesenden Gäste begrüßte. Besonderer Gruß ging an Kaplan Kathmann sowie Norbert Frye Welp und Patrick Richter-Brockmann für die musikalische Unterstützung des Gottesdienstes. Ebenfalls begrüßen konnte Ludger Gorke auch den neuen Nesselkaiser Ralf Krevert, die Gäste der Volksbank Nottuln sowie die Vertreter Politik. Auch der rasende Reporter Dieter Klein mit seiner Gattin Erika beehrten wieder das Stevertal, ebenso wie Änne Poppe, die mit ihren 93 Jahren die älteste Anwesende war. Als musikalische Unterstützung für den bevorstehenden Frühschoppen konnte Winfried Rohling gewonnen werden, der schon im vergangenen Jahr dem Familienfest eine besondere Note verliehen hatte. Ludger Gorke verwies in seiner Rede besonders darauf, wie gut wir es doch hier im Stevertal haben. Fantastische Schützenfesttage liegen hinter uns. Und so bat er um eine kleine Spende für die Erdbebenopfer in Nepal. Diese Spendenaktion brachte den stolzen Betrag von 450,00 EUR hervor und konnte umgehend an Kaplan Kathmann übergeben werden. Nach den obligatorischen Reden wurden wieder zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft und/oder ihr Engagement für den Schützenverein geehrt. Besonders hervorzuheben sind Hubert Bertels, Norbert Frye-Welp, Florian Weßels und Stefan Schlichtmann, die im vergangenen Jahr aus dem Vorstand ausschieden und daher nun feierlich eine Urkunde überreicht bekamen, sowie Heinz Böwing, Stefan Krevert und Georg Budde für ihre mittlerweile 25-jährige Vorstandsarbeit.

 

Nach diesem offiziellen Teil verteilten sich die zahlreichen Gäste wie jedes Jahr in oder vor dem Festzelt und genossen das - trotz anderer Vorhersagen - beste Schützenfestwetter und die beschwingte Musik von Winfried Rohling. Bei ausreichend Verköstigung durch Theke und Pommes-Stand sowie der Majestäten genossen alle Gäste den gemütlichen Nachmittag in vollen Zügen. Die Kinder spielten auf der Festwiese, denn die Offiziere hatten wieder zahlreiche Attraktionen, unter anderem eine Hüpfburg, vorbereitet. Als krönender Abschluss fand wieder die große Tombola statt, untermalt von den wohligen Klängen des Offiziers-Chors!

Und wieder war es ein wundervolles, gut besuchtes und stimmungsvolles Schützenfest! Bürgermeisterkandidat Dirk Mannwald brachte es in seiner Rede am Montag-Morgen wohl treffend auf den Punkt: "Siegen lernen, heisst von Stevern lernen!". Somit bleibt abschließend nur zu sagen: Weiter so Schützenverein „Gemütlichkeit“ Stevern!


 


 

Rede zur Kranzniederlegung:

Liebe Schützenbrüder, liebe Schützenschwestern, sehr verehrte Gäste!

Wiederum ist ein Jahr vergangen und wir feiern Schützenfest. Es ist der Höhepunkt unseres Vereinsjahres. Ein Fest für Jung und Alt. Doch bevor es zur Vogelstange geht um unseren König zu ermitteln stehen wir an unserem Ehrenmal um derer zu gedenken, die im letzten Jahr von uns gegangen sind. Die Gedanken gehen übers Jahr zurück und ich frage mich: „Kannst du überhaupt so ein fröhliches Fest feiern?“. In einer Zeit von Krieg und Terror, von Flugzeugabstürzen, Naturkatastrophen, von den vielen Flüchtlingen, die im Mittelmeer ihr Leben verloren haben. Wo Angehörige um ihre Verstorbenen Trauer. Wo man ratlos dasteht und keine Antwort findet.

Dann sage ich euch, man kann und muss so ein Fest feiern um all dieses Leid und Elend für einige Stunden oder Tage in den Hintergrund zu stellen, um neuen Mut und neue Kraft zu schöpfen. Wir hier in unserem beschaulich schönen Stevertal können es allen nur vorleben wie friedlich und gemütlich es zugehen kann, wenn man es nur will. Dieses konnte jeder mit eigenen Augen sehen. Ich denke da an das schöne Landjugendfest. An das Nesselkaiser-/königschießen, wo alle den Wettstreit friedlich und gemütlich ausgetragen haben.

So wollen wir jetzt unserer Verstorbenen gedenken, die im letzten Jahr von uns gegangen sind. Denn wenn die Erinnerung bleibt, so bleiben sie in uns lebendig.

Wir gedenken August Driehaus. Er war König unseres Vereins und lange aktiv tätig. Danke August!
Wir gedenken Susanne Grewe.
Wir gedenken Hilde Borgert, Frau des ehemaligen Alterspräsidenten Alois Borgert-Lücke.
Wir gedenken Cilli Woestmann.
Wir gedenken Maria Bertels.
Wir gedenken Gertrud Laubrock, Frau unseres Vogelbauers Bernhard. Über Jahre durften wir am Tag vor Christi Himmelfahrt zu Dir kommen um den Vogel zu holen. Dafür danke, Gertrud!
Wir wollen auch der Königin vor 25 Jahren gedenken: Annette Gorke. Ihre fröhliche Art ist bis heut noch in guter Erinnerung.
Mit in unsere Gebete schließen wir alle ein, die durch Krankheit und Trauer nicht bei uns sein können.

Ich bitte um ein kurzes Gebet.
- Ludger Gorke -

 

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