Schützenfest 2010

Kaiserschießen und Jubiläumsfeier am 15. Mai:

Die Festwoche 2010 begann am Freitagabend der Vorwoche mit dem Herrichten der Vogelstange und der Schützenhütte. Tags drauf wurde der Große Zapfenstreich mittels einer Generalprobe von den beteiligten Musikern und den Fackelträgern der Feuerwehr geübt. Auch die Beschallung konnte bei dieser Gelegenheit geprobt werden. Die Mannschaft um Patrick Richter-Brockmann und Björn Wegener hatte ganze Arbeit geleistet, nur kleine Korrekturen waren nötig. Außerdem wurde die Zuwegung zum Festzelt befestigt.

Am Mittwochabend trafen sich dann über 70 Schützen bei Bertels, so viel wie nie zuvor, um danach bei Familie Laubrock einzukehren und um den Kaiser- und Königsvogel zu begutachten. Es war nichts an ihnen auszusetzen und so konnten sie schließlich mit vereinten Kräften ins Vereinslokal gebracht werden. Am Donnerstag stand zunächst das Aufhängen der Wimpelketten auf dem Programm, außerdem wurde schon eine Partie Birkengrün geholt.

Am frühen Abend trafen sich dann vor allem die Jungschützen an der Vogelstange, um den Startschuss zum Nesselkönigschiessen nicht zu verpassen. Das Gedränge war groß, Königsanwärter gab es genügend, und die Schlange vor den neuen Schießmeistern Josef Schulze Bisping und Clemens Wilmer wurde immer länger. Neuer Nesselkönig 2010 wurde Stefan Hünteler, der bei Freibier, Musik und Tanz im Festzelt gefeiert wurde. Am Freitag wurde dann die zweite Partie Birkengrün geholt, der Schützenplatz rund um die Vogelstange, die tollen Startpunkte für den Sternmarsch, die die jeweiligen Nachbarschaften aufgestellt hatten und das riesige Festzelt und der Vorplatz für das Fest herausgeputzt. Viele Schützen und ihre Partnerinnen arbeiteten Hand in Hand, so dass am Abend die Arbeit getan und alle waren mit dem Ergebnis zufrieden. Das Jubiläum konnte beginnen!

 

Am Samstag war das Antreten zum Kaiserschießen für 13:00 Uhr festgesetzt. 35 der 36 noch lebenden Könige waren gekommen, um den dritten Kaiser der Vereinsgeschichte unter sich auszuschießen. Begleitet wurden sie von einem imposanten, über hundert Schützen starken Zug, der sich unter Führung des Spielmannszuges Laer und der Blasmusikvereinigung Nottuln bei kühler aber trockener Eisheiligenwitterung zum Abmarsch aufstellte. Eingerahmt von grün-weißen Wimpelketten, Rosen und Bändern sowie neuen Hausfahnen bot dieser noch nie dagewesene Zug ein unvergessliches Bild.
Nachdem die Vereinsfahne von Eilmann abgeholt war, erfolgte bei Rönnebäumer die Eingliederung des Offizierscorps und der Königskutschen. Nachdem dann am Ehrenmal der Verstorbenen des Vereines gedacht worden war, traf der lange Festzug an der Vogelstange ein. Hier wurden dann streng nach der 'Dienstaltersliste' die Könige zum Schuss aufgerufen. War die erste Runde noch vollzählig, verblieben nach den nächsten Runden letztlich noch zwei Bewerber übrig. Helmut Weßels und Heinz Böwing lieferten sich Schuss um Schuss einen spannenden Zweikampf, den letztlich dann Heinz Böwing mit dem Kaiserschuss für sich entscheiden konnte. Nach der Kaiserproklamation durch den Vorsitzenden Ludger Gorke marschierte dann auch kurz vor 17:00 Uhr der nicht kleiner gewordene Festzug zum Festzelt. Dort präsentierten Fähnrich Norbert Frye-Welp und sein designierter Nachfolger Sebastian Mersmann mit den neu angeschafften Schlagfahnen einen gekonnten Synchron-Fahnenschlag, für den sie kräftigen und lang andauernden Beifall erhielten. Mit dem anschließenden Einmarsch ins Festzelt endete das Kaiserschießen, aber nicht das Jubiläum.

 


 

Bereits um 19:15 Uhr trafen sich die Mitglieder und ihre Partnerinnen erneut, um am Sternmarsch teilzunehmen. Angetreten wurde an der Vogelstange, und zur gleichen Zeit versammelten sich die geladenen Nachbarvereine an den Startpunkten Rönnebäumer, Wilmer, Gorke und Mersmann. Unter den festlich geschmückten Bögen wurden sie von vielen fleißigen Helferinnen und Helfern umsorgt und bewirtet. Die jungen Schilderträgerinnen und -träger mit ihren neuen grünen und bedruckten Sweatshirts gesellten sich zu ihnen, um ihnen den eingeübten Weg zum Festzelt zu zeigen. Um 20:00 Uhr war es dann soweit. Durch zwei Böllerschüsse von Theo Rendels angekündigt, starteten die einzelnen Marschformationen nach dem festgelegten Zeitplan. Den zahlreichen Zuschauern am Festplatz neben dem Zelt bot sich ein farbenprächtiges und fröhliches Bild, nachdem die mehr als 800 Gäste und abschließend die „Gemütlichkeit“ pünktlich eingezogen waren und sich für den 'Großen Zapfenstreich' aufstellten. Auf der Tribüne hatten mittlerweile neben dem Kaiserpaar Heinz und Marlies Böwing und dem noch amtierenden Königspaar Ralf und Anne Hartz auch die geladenen Ehrengäste Platz genommen. Manch einem mag ein Schauer über den Rücken gelaufen sein, als der 'Große Zapfenstreich', bestehend aus dem Spielmannszug Darfeld, der Blasmusikvereinigung Nottuln und den Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln unter Führung von Karl-Heinz Schaffeld einmarschierte. Souverän und sicher kommandierte Major Hubert Bertels hoch zu Pferd den Ablauf und erntete dafür große Anerkennung. Wer dabei war, wird es nicht vergessen, die Darbietung war einfach Klasse, und der Beifall war entsprechend!
Nachdem die Marschaufstellungen wieder komplett waren, zogen alle durch ein Spalier brennender Fackeln in das Festzelt ein und nahmen an den reservierten Tischen ihre Plätze ein. Pünktlich um 21:30 Uhr begann der Festkommers mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden Ludger Gorke. Nachdem auch die Vertreter der Gastvereine ihre Grußadressen an die Festversammlung gerichtet hatten, begann mit leichter Verspätung der Kaiserball. Geschätzte 1.200 bis 1.400 Gäste feierten bis weit nach Mitternacht ein fröhliches Jubiläumsfest, wobei das Kaiserpaar, nachdem es nach Hause gebracht worden war, erst nach Sonnenaufgang zu einem recht kurzen Schlaf kam.

 

Schützenfest am 16. und 17. Mai:

Der Sonntag, das 'normale' Schützenfest also, begann um 11 Uhr im Festzelt mit dem Platzkonzert unserer Gäste aus Zimmern.
Um 14:00 Uhr traten die Schützen erneut an, diesmal um einen Nachfolger für Vorjahreskönig Ralf Hartz zu finden. Da die Fahne bereits eingegliedert war, marschierte der wiederum riesige Zug direkt zur Eingliederung des Offizierscorps und der Königskutsche. Major Hubert Bertels hatte seine liebe Müh mit einigen Jungschützen, vor allem Johannes Gorke und seine Gang hatten es ihm angetan. Nachdem seine Gerichtsverhandlung mit der Strafverteilung abgeschlossen war, begrüßten die Schützen ihre Majestäten in der Kutsche und anschließend marschierte der Zug direkt zur Vogelstange. Dort entwickelte sich schon nach kurzer Zeit ein reges Schießen. Zwei Schützen und zwei Uniformierte legten nacheinander auf den Vogel an.
Der glückliche Sieger des Wettstreits war dann der noch keine zwei Tage im Amt stehende Fahnenunteroffizier Kai Sosna! Mit einem gut gezielten Schuss wurde er neuer König 2010 und wird gemeinsam mit seiner Königin Steffi Rossmöller das Stevertal ein Jahr lang regieren. Mit großem Gefolge ging es zurück zum Platz vor dem Festzelt, wo die Fähnriche Norbert Frye-Welp und Sebastian Mersmann wiederum ihren gemeinsamen Fahnenschlag in souveräner Art vortrugen und mit viel Beifall bedacht wurden. Der abendliche Königsball stand natürlich ganz im Zeichen des neuen Königspaares Kai und Steffi, die beide um die Wette strahlten. Das Zelt füllte sich zusehends, und es wurde eine lange und fröhliche Nacht, die erst im Morgengrauen im Hause Rossmöller auf der Heide endete.

 


 

Am Montagmorgen um 10:00 Uhr konnte Kaplan Axel Pieper weit mehr als 100 Mitglieder und Familienangehörige begrüßen, und feierte mit uns den Fest- Gottesdienst. Dabei fand der von Norbert Frye-Welp gefertigte neue Liederzettel großen Anklang. Beim anschließenden Frühstück begrüßte Ludger Gorke die große Anzahl von Gästen im Festzelt, so unter andern auch Bürgermeister Peter-Amadeus Schneider und Pfarrdechant Norbert Caßens. Bei der anschließenden Jubilarehrung konnten zahlreiche Mitglieder für ihre Vereinstreue geehrt werden. Auch die Regentinnen früherer Jahre erhielten Dank und Blumen. Geschenke und lobende Anerkennung galten Julia und Heinz Böwing für die Erstellung der gelungenen Festschrift und Chronik, ferner Frank Humberg, weil er die Vogelstange auf Vordermann gebracht hatte, Hubert Bertels, der seit 1983 Offizier ist und für seine 'Zapfenstreich-Moderation' und schließlich Willi Steens, der seit 1982 die Kasse unserer 'Gemütlichkeit' führt. Beim anschließenden Frühschoppen war dann ausreichend Zeit und Gelegenheit für viele große und kleine Gespräche. Das gemeinsame Kaffeetrinken, der Zauberer Stefan, die Kinderbelustigung durch die Offiziere, das Offiziersquiz und die abschließende Gewinnausgabe der Tombola beschlossen nicht nur den Tag sondern auch das gesamte Jubiläums-Schützenfest 2010. Mit einem umgerüsteten Leiterwagen brachten Nachbarn und Freunde unser neues Königspaar im Mannschaftszug dann irgendwann sicher zur Heide, wo noch so manches Ei in der großen Pfanne wanderte!

 


 

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